Kategorie: Bayern

Niedrige Milchpreise: Bauer vermarktet Milch als Heilwasser

Bodenmais – Zum ersten Mal ist laut einem Medienbericht der Milchpreis für Bauern unter 20 Cent gefallen. Während sich viele Großbetriebe durch die Menge über Wasser halten können, trifft es die Kleinbetriebe mal wieder am stärksten.

So auch den 46-jährigen Landwirt Franz Schönleitner aus dem niederbayerischen Bodenmais. Er hat einen Betrieb mit 30 Milchkühen, von denen er jede einzelne mit Namen kennt.

Frisch gezapftes Heilwasser von Kuh Hannah

Frisch gezapftes Heilwasser von Kuh Hannah

„Mit den gigantischen Liefermengen der Großbetriebe, die teilweise mehr als 100, 200 Kühe haben, kann ich natürlich nicht mithalten. Doch finde ich solche Massentierhaltungen mehr als unsympathisch, da sind die Tiere doch nur noch Nummern und werden von Robotern gemolken. Ich dagegen kenne jede einzelne meiner Kühe und weiß wie ich jede meiner Damen behandeln muss, denn manche sind schon sehr eigen“, sagt der Milchbauer und streichelt seiner Berta über den Kopf.

Da der Landwirt von dem was er derzeit für seine Milch bekommt, seine Kosten nicht mehr decken kann und er selbstverständlich das Wohl seiner Tiere halten will, musste er sich eine neue Strategie ausdenken. Seine Lösung ist es, die Milch künftig als „laktosehaltiges Heilwasser aus dem bayerischen Wald“ zu vermarkten.

In der Beschreibung auf der Flasche heißt es unter anderem: „Durch seine reichhaltige Mineralisierung (Kalzium, Eisen, Natrium, Kalium, Magnesium) und den vielen Vitaminen (A, D, E, K, B1, B2, B6, B12, C, H) kann dieses Heilwasser ihr körperliches Wohlbefinden deutlich steigern, ihre Verdauung anregen und die Funktion von Magen und Darm fördern. Nicht verwenden sollten sie dieses Produkt jedoch bei Laktoseunverträglichkeit.“

Durch die Vermarktung als Heilwasser kann er einen Endpreis von 1,40 Euro pro Liter verlangen, wobei ihm nach Abzug aller Kosten noch immer deutlich mehr Gewinn macht, als es beim Verkauf an eine Molkerei der Fall wäre. Außerdem plant der findige Landwirt, demnächst spezielle, nur bei Vollmond abgefüllte Vollmilch zu verkaufen, was ihm noch extra Gewinn verschaffen könnte.

„Nun da ich weiß, dass man für Wasser mehr verlangen kann als für Milch, kann ich endlich wieder kostendeckend arbeiten und meiner Familie und meinen Tieren ein angenehmes Leben garantieren“, freut sich Schönleitner.

München ist jetzt offiziell dialektfrei: Status als Landeshauptstadt Bayerns aberkannt

Mit dem 89-jährigen Josef Wagner ist gestern Abend der letzte Dialekt sprechende Münchner verstorben. Seine hochdeutsch sprechende Tochter Dr. Susanne Wagner-Eckhart (57) gibt dem übermäßigen Weißbier- und Schnupftabakkonsum ihres Vaters die Schuld an seinem Ableben.
„Mein Vater war noch ein Anhänger der ungesunden, altbayerischen Brauchtümer, wie dem beinah täglichen Verzehr von Weißwürsten und Schweinebraten, dem Trinken mehrerer angewärmter Halbe Bier und dem pausenlosen Genuss von Schnupftabak. Wenn ich nur an seinen braunen „darotzten Schneizhodan“ denke schüttelt es mich. Hätte er sich an die von mir empfohlene vegane, alkohol- und tabakfreie Lebensweise gehalten, so hätte er bestimmt ein ansehnlich hohes Alter erreicht“, erklärte die Tochter in einem Interview.

Doch auch für die Stadt München hat der Tod des letzten bayerisch sprechenden Einwohners („Zuagroaste“ aus dem ober- und niederbayerischen Umland mit Zweitwohnsitz in München werden nicht in der Statistik erfasst) ernste Konsequenzen: Die Metropole an der Isar hat hiermit ihren Status als bayerische Landeshauptstadt verloren. Sie darf sich ab sofort offiziell als Hauptstadt von Preußen bezeichnen. Im Zuge dessen, soll auch der sogenannte „Weißwurstäquator“ von der Donau an die Isar verlegt werden. Neue bayerische Landeshauptstadt wird das niederbayerische Landshut. Die Stadt profitiert als neuer Regierungssitz von der Nähe zum internationalen Landshuter Flughafen „Franz Josef Strauß“.

In der Landeshauptstadt Sachsens Dresden hingegen, ist das Sächsische noch stark vertreten. Hier sind die Bürger offenbar stolz auf ihren schönen Dialekt.

Neues Gesetz: Polizei in Bayern darf bei Verdacht auf Marihuanakonsum Schusswaffen gebrauchen

München – Um die bayerische Bevölkerung noch wirksamer vor den fatalen Folgen von Marihuana zu schützen, hat der bayerische Verfassungsgerichtshof in München Polizeibeamten nun auch die offizielle Erlaubnis zum Gebrauch von Schusswaffen erteilt – sofern ein Verdacht auf Besitz oder Konsum von Cannabis besteht.

Da sich in letzter Zeit die Vorfälle häuften, in denen Polizisten Dealer des gefährlichen Rauschgifts nur unter Einsatz erheblicher Gewalt, bis hin zu Kopfschüssen, festnehmen konnten, herrschte hier seit längerer Zeit Handlungsbedarf.

„Schließlich muss vermieden werden, dass sich unsere treuen Gesetzeshüter langwierigen und psychisch belastenden Verhandlungen unterziehen müssen, ehe sie freigesprochen werden, somit begrüßen wir die Entscheidung des Verfassungsgerichts.“, so ein Sprecher der Gewerkschaft der Polizei Bayern.
„Auch wenn Mediziner und Toxikologen sich derzeit einig sind, dass es keine tödliche Dosis beim Konsum von Marihuana gibt, gab es doch immer wieder Meldungen über Todesfälle im Zusammenhang mit diesem Rauschgift, vor allem in Deutschlands populärster Boulevardzeitung. Wir sehen uns somit in der Pflicht, die Bevölkerung vor dem immensen Schaden dieser Droge zu bewahren.“

Des weiteren sollen Polizeibeamte in Zukunft besser psychologisch betreut werden, um die psychischen Langzeitfolgen der oft gewalttätigen Festnahmen von meist wehrlosen Dealern und Konsumenten zu minimieren.

Überraschung im Morgenradio: Antenne Bayern spielt ungekürzten Song

Große Verwunderung gab es heute morgen bei den treuen Zuhörern von Antenne Bayern: Beim obligatorischen Schneiden der Musiktitel ist es offenbar zu einem schwerwiegenden Fehler gekommen, als versehentlich die unerträglich lange Originalversion des Liedes „Hello“ der britischen Sängerin Adele gespielt wurde.

Auf Twitter beschäftigen sich unter dem Hashtag #hellouncut bereits hunderte Tweets mit diesem Thema. Unter anderem schreiben die Nutzer: „Selbst mir, als große Musik-Liebhaberin und treue Antenne Bayern-Hörerin war dieser Teil des Songs vollständig unbekannt.“, oder „Ich bin entsetzt, ich wusste nicht, dass es Lieder gibt die länger als drei Minuten dauern.“

Üblicherweise werden instrumentale Abschnitte oder auch ganze Strophen entfernt, um optimierte Abspielzeiten zu erreichen und die Planbarkeit für die Moderatoren zu erleichtern. Diese sind schließlich in der Verantwortung, ihre überschwänglich gute Laune und originelle, zum Tagesgeschehen passende Witze zusätzlich zum vielfältigen Musikprogramm in einem engen Zeitfenster unterzubringen.

„Da unser Musikkatalog immerhin annähernd einhundert verschiedene Songs enthält, müssen wir diese Kürzungen vornehmen, um die von unseren Hörern gewünschte Programmvielfalt und Abwechslung zu erreichen.“, so ein Sprecher des größten deutschen Privat-Radiosenders. „In Zukunft werden wir natürlich darauf achten, dass unsere treuen Zuhörer keine kaum zum Lied passenden Gitarrensolos oder überflüssige Strophen mehr ertragen müssen.“